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Höhere Arzneimittelpreise sorgen in Deutschland für Unruhe

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Geht es nach Bundeswirtschaftsminister Rösler, sollen die Apotheker in Deutschland ab dem nächsten Jahr mehr Geld pro verkaufter Packung Arzneimittel erhalten. So zumindest der Plan, der in einem Entwurf vorliegt. Für die Apotheker jedoch geht die geplante Erhöhung nicht weit genug.

Derzeit ist es so, dass Apotheker einen festen Zuschlag für jede Arzneimittelpackung bekommen, die die Krankenkasse bezahlt. Das sind seit 2004 immer 8,10 Euro Zuschlag auf den Preis des Arzneimittels. Seitdem ist der Preis nicht mehr angepasst worden. Bundeswirtschaftsminister Rösler will das jetzt ändern und will den Festzuschlag je Arzneimittelpackung um 25 Cent anheben. Apotheker würden dann statt den derzeitigen 8,10 Euro 8,35 Euro pro Packung erhalten. Sollte dieser Entwurf umgesetzt werden, müssten die gesetzlichen Krankenversicherungen einen großen Teil der Mehrkosten tragen, auch die privaten Krankenversicherungen müssten sich beteiligen.

Apotheker und Kassen sind nicht zufrieden

Weder die Apotheker noch die Kassen sind mit dem Vorschlag des Bundeswirtschaftsministers einverstanden. Die Apotheker hatten eine Anhebung des Festzuschlages auf 9,14 Euro verlangt, was der vierfachen Höhe entspricht. Für den Präsidenten der Apothekervereinigung Abda, Heinz-Günter Wolf, ist in dieser Sache deshalb das letzte Wort noch nicht gesprochen. Die Kassen sind mit der geplanten Erhöhung ebenfalls nicht zufrieden und streiten sich derzeit vor Gericht um den Abschlag. Denn die Apotheker dürfen den Festzuschlag in Höhe von 8,10 Euro nicht komplett selbst behalten. Dieser ist dafür gedacht, die Kosten für Beschaffung, Lagerhaltung und Verteilung der Arzneimittel abzudecken, allerdings müssen die Apotheker den Krankenkassen einen Rabatt in Höhe von 2,05 Euro pro Rezept zahlen. Als Ausgleich dafür zahlen die Krankenkassen die Rechnungen zum festgesetzten Termin. Bisher ist noch offen, wie der Streit ausgeht. Wird dem Plan des Bundeswirtschaftsministers zugestimmt, würden die Apotheker damit 190 Millionen Euro mehr einnehmen. Rösler ist in den letzten Tagen aber nicht nur durch diese Pläne in die Schlagzeilen geraten, sondern auch durch seine umstrittenen Äußerungen über Griechenland. So sieht die SPD die Äußerungen des FDP-Chefs als mitverantwortlich für die Prüfung der Kreditwürdigkeit unseres Landes durch Moody’s.

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Dies ist nicht die Webseite des Verband der Angestellten-Krankenkassen. Dieser wurde umbenannt in "Verband der Ersatzkassen" und ist unter vdek.com zu finden.