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Verspielen die Krankenversicherungen Vertrauen?

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Ein Großteil der Bevölkerung ist gesetzlich krankenversichert, zahlt brav die Beiträge und fragt sich so manchen Monat, warum vom Bruttogehalt so wenig Netto übrig bleibt. Unter anderem liegt das an den immer weiter gestiegenen Kosten für die Krankenkasse. Da alles teurer wird, fügt sich der eine oder andere auch in das Unvermeidliche – bis er selbst betroffen ist und zum Arzt muss. Dann zahlt er 10 Euro Praxisgebühr, die dieser für die Krankenkassen einnehmen muss, erfährt, dass eine Behandlung empfohlen wird, die er aus eigener Tasche zahlen müsste, und steht schließlich mit einer Rechnung von 20 oder 30 Euro in der Apotheke und ist zurecht mehr als frustriert.

Die Krankenkassen –und hier gibt es kaum Ausnahmen- klagen über steigende Kosten für Medikamente und Behandlungen und dass sie, wollen sie das System aufrechterhalten, höhere Beiträge von den Mitgliedern verlangen müssten.

Wie kommt es dann zu Überschüssen bei den Krankenkassen?

Möchte man den Krankenkassen Glauben schenken, so stehen sie alle kurz davor, riesige günstige Kredite aufnehmen zu müssen, um überhaupt alle Kranken versorgen zu können. Aber dann kommen die Jahresberichte in die Öffentlichkeit - und mit ihnen das große Erstaunen: Die Krankenkassen erwirtschaften Milliarden-Überschüsse. Welcher Beitragszahler soll da noch Vertrauen haben? Da werden Zusatzbeiträge erhoben und Leistungen gekürzt, so weit das Auge reicht und dann werden solche Überschüsse erzielt?

Was passiert mit Überschüssen der Krankenkassen?

Eine Beitragsabsenkung scheint in weiter Ferne, dafür haben die Kassen zu große Angst um ihre Gewinne. Aber wenigstens die Praxisgebühr könnte man doch wieder abschaffen, die ohnehin mit ihrer Bürokratie den Betrieb in den übervollen Praxen aufhält: Aber die Union ist dagegen, und die FDP kann sich nicht durchsetzen. Was bleibt, ist mal wieder ein schaler Nachgeschmack von Trickserei am Bürger? Das Geld gehört eigentlich den Beitragszahlern und Versicherungen sind keine Banken, darüber gibt es wohl keine weiteren Diskussionen.

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Dies ist nicht die Webseite des Verband der Angestellten-Krankenkassen. Dieser wurde umbenannt in "Verband der Ersatzkassen" und ist unter vdek.com zu finden.