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Was passiert nun mit den Überschüssen der Krankenkassen?

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Wie die Krankenkassen wirtschaften, ist für die meisten Versicherten im wahrsten Sinne des Wortes ein Buch mit sieben Siegeln. Dabei geht es um Ihr Geld und Ihre Versicherung. Sollte das Geld an die Bürger wieder zurückgezahlt werden, könnten Sie z. B. hier ihr Geld sinnvoll ausgeben.

Inzwischen haben die Krankenkassen eine Finanzreserve in Höhe von 19,5 Milliarden € erwirtschaftet. Möglich wurde das durch ein starker Privatkonsum und einen hohen Export der deutschen Wirtschaft. Mit so vielen Einnahmen hat bei den Krankenkassen schon lange niemand mehr gerechnet. Allein im letzten Jahr betrugen die Überschüsse bei den Krankenkassen 4 Milliarden €. Das teilte jetzt der Gesundheitsministerium in Berlin mit. Für das Gesundheitsministerium ist das ein Anlass, wieder einmal darauf zu dringen, dass den Beitragszahlern ein Teil ihrer Beiträge zurückerstattet werden. Natürlich kam vom GKV-Spitzenverband auch eine prompte Reaktion. Von dort hieß es, dass Beitragsrückerstattungen das Minus von morgen bedeuten würden. Natürlich will sich dort niemand von den satten Gewinnen trennen.

Der Streit um die Finanzen

Nachdem die Krankenkassen so hohe Gewinne erwirtschaftet haben, beginnt nun der Streit darüber, wie diese Finanzen wirtschaftlich behandelt werden sollten. Die GKV warnt schon jetzt davor, die Finanzen anzutasten, denn in der Zukunft könnten die Einnahmen wieder sinken. Johann-Magnus von Stackelberg, der Vorsitzende des Verbandes, warnte davor, nur auf die Zahlen des vergangenen Jahres zu schauen. Gerade jetzt, wo die finanzielle Situation recht stabil ist, müssen unbedingt Rücklagen für eine schlechtere Zukunft aufgebaut werden. Der Steuerzahlerbund sieht das natürlich ganz anders. Hier ist man der Meinung, dass es eine grundsätzliche Änderung der Beitragserhebung geben muss, um den Beitragszahler zu entlasten. Karl Heinz Däke, der Präsident des Bundes der Steuerzahler will gesetzlich verankern lassen, dass bei Überschüssen der Beiträge automatisch gesenkt werden. Ein ähnliches Prinzip gibt es schon bei der Rentenversicherung.

Auch die Parteien reden mit

Wenn es um so viel Geld geht, haben auch die Parteien etwas zu sagen. Jens Spahn von der CDU ist der Meinung, dass pauschale Beitragssenkungen immer nur kurzfristig wirken können und einen echten Wettbewerb zwischen den Krankenkassen verhindern. Besser wäre es, wenn die Krankenkassen Prämien ausschütten würden, denn sie sind schließlich keine Sparkassen. Selbst die Linke sieht Beitragssenkungen kritisch, weil davon in erster Linie die Besserverdiener profitieren würden. Wenn es nach dem Willen der Linken geht, soll der Zuschuss dazu dienen die Praxisgebühr und die Zuzahlung für Medikamente abzuschaffen.

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Dies ist nicht die Webseite des Verband der Angestellten-Krankenkassen. Dieser wurde umbenannt in "Verband der Ersatzkassen" und ist unter vdek.com zu finden.